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Mineralstoffe

Zink: Wofür der Körper das Spurenelement braucht und wo es steckt

Zink ist ein Spurenelement, das der Körper nicht speichern kann – er ist auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen. Hier erfahren Sie, wie viel Sie brauchen, welche Lebensmittel die besten Quellen sind und warum mehr nicht automatisch besser ist.

Getrocknete Kürbiskerne in Nahaufnahme
Kürbiskerne gehören zu den zinkreichsten pflanzlichen Lebensmitteln. Foto: Sebastian Schuster / Unsplash

Welche Aufgaben Zink hat

Zink ist Bestandteil von mehreren Hundert Enzymen und damit an einer Vielzahl von Stoffwechselvorgängen beteiligt. Für Zink sind in der EU unter anderem folgende gesundheitsbezogene Angaben zugelassen. Zink trägt bei

  • zu einer normalen Funktion des Immunsystems,
  • zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut,
  • zu normaler Fruchtbarkeit und Reproduktion,
  • zur Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel,
  • zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress.

Weil der Körper Zink kaum speichern kann, zählt die regelmäßige Versorgung über die Ernährung.

Wie viel Zink Sie brauchen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt ihre Empfehlung abhängig davon an, wie viel Phytat die Ernährung enthält. Phytat steckt vor allem in Vollkorn und Hülsenfrüchten und hemmt die Aufnahme von Zink.

Empfohlene Zinkzufuhr pro Tag für Erwachsene (DGE)
PhytatzufuhrFrauenMänner
niedrig (wenig Vollkorn, viel tierisches Eiweiß)7 mg11 mg
mittel8 mg14 mg
hoch (viel Vollkorn und Hülsenfrüchte, vegetarisch/vegan)10 mg16 mg

Männer haben also einen deutlich höheren Bedarf als Frauen. Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, sollte besonders auf gute Zinkquellen achten.

Die besten Zinkquellen

Zinkgehalt ausgewählter Lebensmittel (Richtwerte, je nach Sorte schwankend)
LebensmittelZink pro 100 g
Kürbiskerneca. 7 mg
Rindfleischca. 4–5 mg
Emmentaler, Bergkäseca. 4–5 mg
Haferflockenca. 4 mg
Linsen (getrocknet)ca. 3,5 mg
Walnüsseca. 3 mg
Vollkornbrotca. 2 mg

Ein Beispiel: Eine Portion Haferflocken (50 g) mit einer Handvoll Kürbiskernen (20 g) liefert zusammen schon rund 3,4 mg Zink – ein guter Start in den Tag.

Was die Aufnahme beeinflusst

Zink aus tierischen Lebensmitteln nimmt der Körper in der Regel besser auf als aus pflanzlichen. Bei Vollkorn und Hülsenfrüchten lässt sich die Aufnahme verbessern, indem man den Phytatgehalt senkt:

  • Hülsenfrüchte über Nacht einweichen und das Wasser wegschütten,
  • Sauerteigbrot statt Hefebrot wählen – bei der langen Teigführung wird Phytat abgebaut,
  • Getreide oder Samen keimen lassen.

Wann es zu viel wird

Die EFSA hat für Erwachsene eine tolerierbare Höchstmenge von 25 mg Zink pro Tag festgelegt – gemeint ist die Gesamtzufuhr aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzung. Eine dauerhaft zu hohe Zufuhr kann die Aufnahme von Kupfer beeinträchtigen. Hoch dosierte Präparate auf nüchternen Magen verursachen zudem bei manchen Menschen Übelkeit.

Wer ein Nahrungsergänzungsmittel mit Zink einnimmt, sollte die Menge aus der Ernährung also mitdenken und nicht mehrere zinkhaltige Präparate kombinieren.

Quellen und weiterführende Informationen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.